Investmentbanken und Private-Equity-Investoren setzen weitestgehend auf (kurzfristige) Gewinnmaximierung. Aus der Sicht der Investoren ist das logisch. Ein Unternehmen produziert aber Waren oder Dienstleistungen und beschäftigt Personen. Diese Personen sind bekanntlich sowohl auch Kunden der Unternehmen und Steuerzahler.
Abgesehen davon, dass kurzfristige Gewinnmaximierung durchaus zum Untergang eines Unternehmens führen kann, sind im Interesse der politischen und sozialen Stabilität andere Faktoren zu berücksichtigen. Erfolgreiche Unternehmen sind in ein soziales Netzwerk eingebunden, die Verschiebung von Produktionsstätten kann kurzfristige Gewinne bringen, verursacht aber mehr Schaden als den reinen Verlust von Arbeitsplätzen. Wenn Arbeitsplätze verlagert werden, werden auch die Führungskräfte von morgen verlagert.
Die Frage ist – für wen wird der ach so wichtige Gewinn erwirtschaftet? Abgesehen von wenigen privaten Großinvestoren, sind Teilhaber der großen Konzerne überwiegend andere Unternehmen oder Finanzinstitute, die wiederum auch nicht in privatem Besitz sind. Das bedeutet, dass es eine absolute Abkoppelung zwischen Gewinnstreben und sozialer Verantwortung gibt. Die Investoren können Ihre Gelder einfach anderweitig investieren, wenn sie merken, dass es profitablere Möglichkeiten gibt. Ein Unternehmensinhaber wird dagegen immer für den Erhalt seines Unternehmens kämpfen – nicht das er aus edler Motivation handelt, aber weil er so sein Vermögen behalten kann. Das hat aber für seine Beschäftigten und für das soziale Netzwerk durchaus Vorteile.
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