Es ist für die Mitarbeiter der Daimler AG in Deutschland schmerzlich, wenn eine Entscheidung für die Verlagerung eines Teils der Produktion nach Amerika gefällt wird. Andererseits ist ein Festhalten an Erfolgsstrategien der Vergangenheit langfristig nicht möglich. Babylon war über einen Zeitraum von über 700 Jahren eine bedeutende, reiche Stadt und Handelszentrum. Der Verlust von Handelswegen und Absatzmärkten führte aber nicht nur dazu, dass die Stadt an Bedeutung verlor, sondern dazu, dass die Existenz und die geographische Lage der Stadt in Vergessenheit geriet. Insofern ist es eine logische Entscheidung, die Produktion dahin zu verlagern, wo die Produktions- und Logistikkosten niedrig sind.
Gewiss, es muss mit Stuttgart nicht so katastrophal weiter gehen, aber die Entscheidung von der Daimler-Führung marktnähe zu suchen ist in dieser Hinsicht verständlich. Aus CRM-Sicht ist es aber wohl möglich, dass die Rechnung nicht aufgeht. Das Image von Mercedes in Amerika ist „Quality Made in Germany“ – es bleibt abzuwarten, ob bei einer Fertigung in den Südstaaten die erhofften Verkaufserfolge erzielt werden.
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