Das Verhalten der Investment-Banken hat durchaus unsoziale Auswirkungen. Bei der normalen Finanzierung von Unternehmen oder Vorhaben natürlicher Personen ergibt sich automatisch eine Relation zwischen Kreditvolumen und Produktion oder Waren. Wenn die Banken mit nicht real existierenden Objekten wie Zertifikate handeln, ist jede Begrenzung des Kreditvolumens aufgehoben.
Wenn die Banker nur mit dem eigenen Geld spielen würden, wäre das nicht weiter problematisch. Bei einem Zusammenbruch des Markts wären nur die Spieler betroffen. Das Geld, das hier verspielt wird fehlt aber im realen Markt. Statt Unternehmen zu finanzieren, die Waren und Arbeitsplätze erzeugen, wird das große Wetten finanziert. Wie wir erlebt haben, bedeutet dann ein Zusammenbruch des Scheinmarkts ein Zusammenbruch des realen Markts mit Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit als Folge.
Darüber hinaus, ist jeder Versuch der Staatsbanken die Geldmenge zu steuern zwecklos, wenn Kredite mit Krediten finanziert werden um mit undurchsichtigen, komplexen Papiere zu handeln – das Wort Wertpapier vermeide ich hier bewusst. Die Problematik wurde in diesem Jahr eindeutig vorgeführt. Milliarden von Euro wurden von den Steuerzahlern eingesetzt, um Verluste zu ersetzen die real nicht existierten. Die reale Wirtschaft, das Konsumverhalten weltweit hatte sich nicht verändert.
Das ist nicht sozial. Gewonnen haben die Banken und einige Mitarbeiter. Verloren haben die Masse der Bankkunden. Der Begriff CRM ist offensichtlich nicht bei den Banken angekommen.
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